Neben den deutschlandweit 99 Berufsfeuerwehren existieren sage und schreibe 22.362 Freiwillige Feuerwehren. Besonders in ländlichen Gebieten spielt die Freiwillige Feuerwehr obendrein eine wichtige gesellschaftliche Rolle und ist im Ernstfall die einzige, die aufgrund der räumlichen Distanzen rechtzeitig vor Ort ist. Ein Großteil der freiwilligen Feuerwehrleute hielt bereits in jungen Jahren den Löschschlauch in der Hand – in der Jugendabteilung. Was viele nicht wissen: es gibt ebenfalls eine Kinderfeuerwehr für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren. Diese eigenständige Abteilung ist in der Gesetzgebung noch relativ neu und hat ein gravierendes Problem: Kinderfeuerwehren werden staatlich kaum gefördert.

Was macht eine Kinderfeuerwehr?

Wenngleich die Kinderfeuerwehr noch vergleichsweise jung ist, so gab es bereits früher Ansätze, jüngere Kinder für Brandschutzerziehung zu begeistern. Diese Projekte nannten sich u.a. „Junge Brandschutzhelfer“ oder „Lösch-Zwerge“. Im Vordergrund hierbei steht nicht der Feuerwehrdienst an sich, sondern die spielerische Art und Weise, sich mit der Thematik zu beschäftigen. Neben regelmäßigen Treffen, bei denen auch schon mal physkalische Experimente durchgeführt werden, sorgen darüber hinaus Exkursionen dafür, dass sich „die Kleinen“ persönlich weiterentwickeln, Selbstbewusstsein schöpfen und gemeinsam mit den anderen Kindern Team-Geist entwickeln. Viele Kinder wechseln später von der Kinder- direkt zur Jugendfeuerwehr – von Begeisterungsschwund keine Spur. Damit diese kindgerechte Förderung überhaupt  stattfinden kann, müssen etliche Freiwillige Feuerwehren von ihrem ohnehin schon knappen Budget einen Teil abknapsen – Kinderfeuerwehren werden nämlich bislang von staatlicher Seite kaum gefördert. Und so ringt man auch in Eckwarden, ein Ort in der Gemeinde Butjardingen im Landkreis Wesermarsch, um den Fortbestand der „Löschdrachen“.

Finanzielle Sicherheit für künftige Helden

Unser Prokurist Heiner Ruben, der sowohl für Procertus als auch Ralph Langner oftmals in der Wesermarsch unterwegs ist, erhielt vom Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr Eckwarden einen Brief, der sowohl über die angespannte finanzielle Lage informierte als auch das herausragende persönliche Engagement, das hinter den Worten steckte, offenbarte. Für ihn stand ganz außer Frage, dass Procertus in den Spendentopf greift und nahm den Brief sogleich mit zu unserem Bremer Standort in der Bahnhofstraße. Mit den Worten „Das machen wir!“ übergab er das Schreiben an die zuständigen Kollegen, die ebenfalls sichtlich angetan waren. Im Rahmen unseres hauseigenen Förderprogramms „Two Hands For Safety“, das bereits seit mehreren Jahren für „Soziales Engagement made by Procertus“ steht, konnten wir eine Spende nach Eckwarden übermitteln und hoffen, dass sich noch weitere Unternehmen anschließen. Und wer weiß? Vielleicht fasst einer der heutigen „Löschdrachen“ später im Sicherheitsbereich Fuß? Möglichkeiten sehen zumindest wir undendlich viele.

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